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Murphy



urphy

  

Unser geliebter Murphy

Schon seit Mitte November wußten wir, daß deine Tage gezählt sind, aber du warst ein Kämpfer.   Und weil du gekämpft hast, haben wir mit dir gekämpft, trotz des Wissens darüber, daß wir den Kampf nie gewinnen können. Aber du hast einfach nicht aufgegeben und deshalb haben wir dich mit all unseren Kräften unterstützt. Wir wollten dir die schon gezählten Tages deines viel zu kurzen Lebens so schön wie möglich machen. Du bekamst täglich eines deiner Lieblingsessen: Rouladen, Schabefleisch, gegrilltes Hühnchen, was du immer du wolltest, so lange du nur Appetit hattest und gefressen hast. Erst dachten wir, du erlebst Weihnachten schon nicht mehr, dein Bauch war so groß und du selbst warst so dünn, daß es uns schon weh tat. Aber jeden Morgen bis du noch auf den Küchentisch gesprungen und hast laut gegröhlt: Maaaaaaaa... was so viel hieß wie, Mama, ich habe Hunger, gib mir was zu futtern.

Da einfach die physikalischen Gesetze ihren Tribut forderten, haben wir dir sogar zweimal die Flüssigkeit aus dem Bauchraum abziehen lassen, damit du es wieder etwas leichter hast, denn außer dem Ascites hattest du noch keine anderen Krankheitssymptome. So kam es, daß du nicht nur Weihnachten überlebt hast, nein - du hast dich mit deiner Energie auch noch bis in das neue Jahr gekämpft - wir konnten es kaum glauben. Auch wenn du immer dünner wurdest, war dein Lebenswille doch ungebrochen. Deine Lieblingsspeisen schmeckten dir auch immer noch, wenn auch die Mengen, die du gefressen hast, immer kleiner wurden und sich auf viele Mahlzeiten am Tag aufteilten.

Wir sind ganz sicher, daß du gefühlt hast, daß deine Zeit bald kommt und dass du der nächste bist, als unser Kater Mali plötzlich und unerwartet 2 Wochen vor dir an einer Aortenstenose bei uns zu Hause gestorben ist. Einige Minuten nachdem Mali gestorben war, kamst du zu uns auf die Couch und legtest dich zu Mali. Zeitweise hast du dich sogar auf Mali gelegt, als wollstest du ihm sagen, hab keine Angst, ich folge dir bald. Du bliebst die ganze Zeit bei ihm, bis wir Mali dann über Nacht auf den kalten Balkon brachten. Dein Verhalten machte uns sehr nachdenklich und betroffen.

Als du dann am letzten Dienstag morgens nicht mehr auf dem Küchentisch gesessen hast, um laut nach Futter zu rufen, da wußten wir, daß die dir verbleibende Zeit nicht mehr lang ist. Du hast fast nur noch geschlafen - ganz friedlich - so als wärst du furchtbar müde vom vielen Kämpfen und wir hatten so gehofft, daß du einfach hinüberschlummern würdest ins Regenbogenland. Leider kam es dann aber doch anders. Am Mittwochvormittag mußten wir dann doch noch ganz spontan die Entscheidung treffen, du fingst so furchtbar an zu jammern und du solltest auf keinen Fall leiden, das wollten wir unter keinen Umständen und deshalb schickten wir dich dann mit Hilfe unserer TÄ   über die Regenbogenbrücke.

Du weißt, auch wenn du nur "ein Pflegekater" warst, wir haben dich sehr geliebt und dein Wohl lag uns immer am Herzen - jeden Tag -. Jetzt bist du gegangen und alles ist anders, aber bald haben wir dich wieder hier -- ganz in unserer Nähe - in unserem Wohnzimmer in einer wunderschönen Urne zusammen mit Mali.

Deine Pflegemama, dein Pflegepapa und alle Fellnasen

2. Februar 2010

  

  

  

Hallo, ich bin Murphy - der Bruder von Margaret und Daliah. Leider ist Daliah schon in Spanien verstorben, aber Margaret und ich hatten Glück, wir kamen auf eine Pflegestelle hier in Deutschland.

Als ich nach Deutschland kam, hieß ich noch Melisa, was ja auch ein sehr schöner Name ist, aber für einen Kater klingt er ziemlich blöd und da meine Pflegemama erst vor einigen Tagen festgestellt hat, dass ich mich in einen kleinen Kater verwandelt habe, nennt sie mich nun Murphy. Wie meine Schwester bin ich schon im März geboren worden, aber wir kamen erst im Juni hierher nach Deutschland, denn ich weiß ja nicht, ob Ihr wisst, dass es den Katzen und Hunden in Spanien nicht so gut geht, viele müssen in Spanien auf der Straße leben und sich selbst versorgen, dass ist ganz schön schwer, besonders weil viele Leute gemein zu den Straßentieren sind. Für schwarze Katzen wie mich und meine Schwester ist es besonders schwer in Spanien ein gutes Zuhause zu finden, weil die meisten Leute keine schwarzen Katzen und Hunde mögen, vielleicht sind sie ja abergläubisch.

Ich hoffe jedenfalls, dass meine Schwester und ich hier in Deutschland ein liebevolles Zuhause finden, wir sind nämlich ganz hübsche und liebe Stubenpanther. Wir sind ganz kuschelig und lieben die Menschen. Also wer von Euch vielleicht einen Platz in einem liebevollen Zuhause mit einer anderen Fellnase zu bieten hat, der sollte sich mal schnell bei meiner Pflegemama melden. Solltet Ihr noch keine Zweitfellnase haben, ist das auch kein Problem, ich kann ja meine Schwester oder einen meiner Fellkumpels mitbringen. Ich warte also auf Euren Besuch.

Euer Murphy


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