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Maullina

 

aullina











Unsere liebe Mauli,

als du mit dem August-Transport der Tierschutzengel zu uns kamst, da dachte niemand auch nur eine Sekunde daran, dass du so schnell sterben würdest. Du warst eigentlich gesund und munter, mal von einigen Durchfallproblemen abgesehen, die aber andere Fellnasen nach dem Transport auch hatten. Du warst eine sehr aktive und eigensinnige kleine Maus, dein Name paßte so gut zu dir.  Aber du hattest auch eine andere Seite, du warst  immer sehr schmusebedürftig und anhänglich.

Ende November wurdest du dann rollig und wir machten sofort einen Kastrationstermin für einen Zeitpunkt nach der Rolligkeit aus. Bis dahin war noch alles normal und du wurdest zusammen mit einigen anderen gleichaltrigen Fellnasen unserer Katzengruppe kastriert. Bei der Kastration stellte sich dann heraus, dass du trotz nur einer Rolligkeit und deines geringen Alters schon eine ganz starke Vereiterung der Gebärmutter hattest. Anfangs nach der OP war alles in Ordnung, die Wunde war an einer Stelle etwas entzündet, was aber bei dem OP-Befund ganz normal war. Du hattest dann aber einige Tage nach der OP trotz Antibiotika-Gabe abends immer hohes Fieber meistens zwischen 39,5 ? und 40?C. Wir waren schon etwas beunruhigt, denn eigentlich sollte es nun mal mit der Genesung voran gehen. Aber stattdessen hattest du am Abend des 25. Dezembers fast 42?C Fieber, du warst kurzatmig und es ging dir gar nicht gut. Wir packten dich sofort ein und fuhren mit dir in die Tierklinik Berlin, wo wir einige Stunden verbrachten und du dann stationär aufgenommen wurdest. Am nächsten Tag, dem 2. Weihnachtsfeiertag, wurdest du dann noch einmal operiert. Allerdings hat sich unser Verdacht auf Peritonis als Folge von der vereiterten Gebärmutter nicht bestätigt, im Bauchraum war nicht wirklich etwas zu finden, was die Ursache des Fiebers hätte erklären können. Also holte ich dich am Montag mit neuen Medikamenten wieder nach Hause. Du warst noch sehr schlapp, was aber nach den Strapazen der letzten Wochen, den 2 großen OP’s und den gesundheitlichen Problemen nicht wirklich verwunderlich war. Du brachtest auch einen Schnupfen mit aus der Klinik, aber das schrieben wir eigentlich auch dem schlechten Allgemeinzustand zu. Allerdings waren wir letztendlich doch optimistisch, dass es in gewohnter Umgebung, mit guter Pflege und viel Liebe nur noch bergauf geht. Deine Schleimhäute waren etwas blass, der HK etwas niedrig, aber alles bei der Krankengeschichte nicht wirklich verwunderlich. Was uns richtig Sorgen machte, war der Umstand, dass du so gut wie Nichts fressen wolltest, was gar nicht deinem Naturell entsprach, eigentlich warst du sonst immer eine der ersten Fellnasen am Futternapf. Aber sonst warst du an allem interessiert, holtest dir deine Schmuseeinheiten bei uns und bei den anderen Fellnasen, aber irgendwie ging es trotz Medikamenten, Infusion, Füttern und liebevoller Pflege mit der Genesung nicht richtig los.

Die große Bauchwunde sah erstklassig und total reizlos aus, du hattest auch nicht mehr das hohe Fieber, meistens war deine Körpertemperatur völlig normal, aber trotzdem spürten wir, dass etwas mit dir nicht stimmte, wir wussten nur noch nicht was. Am vergangenen Montag beschloss ich dann, noch einmal meine TÄ aufzusuchen, wir spritzten noch ein Antibiotikum gegen den Schnupfen und Serum gegen Katzenschnupfen. Aber vor allem machten auch meiner TÄ die blassen Schleimhäute große Sorgen. Nachdem du unterdessen auf die üblichen Infektionskrankheiten negativ getestet wurdest, gab es nicht mehr so viele Optionen, also beschlossen wir noch einmal Blut abzunehmen, der HK war noch etwas weniger geworden als der Test in der Tierklinik ergeben hatte und als Erreger kamen eigentlich nur noch Hämobartonellen in Frage, die vielleicht schon von Anfang an, die Ursache des ganzen Dilemma’s waren. Aber es ist manchmal wirklich schwer die richtige Diagnose zu stellen, wenn sich die Symptome überlappen. Der Befund war dann auch positiv und wir begannen sofort mit der Behandlung, aber obwohl du so eine Kämpferseele warst und wir alles nur Mögliche machten, um dich zu unterstützen, schafften wir es nicht die Krankheit zu besiegen. Bis zum Schluß hast du gekämpft, obwohl wir merkten, dass deine Kräfte immer weniger wurden.  Du bist immer noch auf deine Lieblingsschlafplätze gesprungen und bist ganz artig auf das Katzenklo gegangen, das hast du dir nicht nehmen lassen, abends noch in unser Bett zu springen, manchmal warst du schon dort und bevor wir kamen, alles obwohl du schon so klapprig und wacklig warst.

Heute morgen merkten wir dann, dass du aufgegeben hast, deine Kräfte hatten dich verlassen, du konntest den Kampf nicht gewinnen und wir sahen ein, dass wir dich nun gehen lassen müssen. Wir waren immer bei dir und du hast ganz leise und ruhig den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten, du bist einfach hinüber geschlummert. Es war zwar nicht das, was wir für dich wollten, als du angekommen bist. Aber das Leben hat seine eigenen Pläne und manche kann man leider nicht beeinflussen, sosehr man sich auch bemüht.

Wir haben dich sehr lieb gehabt, aber wir mussten dich trotzdem gehen lassen. Wir hoffen, dass es dir auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke gut geht und dass du unsere anderen Regenbogen-Katzen dort triffst. Grüß sie alle ganz lieb von uns.

Wir werden dich sehr vermissen

Deine Pflegemama, dein Pflegepapa, deine Schwester Charlina

und alle anderen Fellnasen

8. Januar 2011




Wichtige Daten:
Name: Maullina
Herkunft: Spanien
Fell: tricolor, kurzhaarig
Geschlecht: weiblich, kastriert
geboren: Mai 2010
gechippt, entwurmt, FIV- und Leukose-Test negativ
geimpft gegen Katzenschnupfen/Katzenseuche, Tollwut und feline Leukose

 

Hallo ich bin Maullina, eine kleine Glückskatze und ich wurde zusammen mit meiner Schwester Charlina einfach in einem Schuhkarton ausgesetzt. Jemand fand uns dann und brachte uns in eine Hundepension, die dann glücklicher Weise bei Progat in Terrassa anrief und so kamen wir auf eine von Astrid’s tollen Pflegestellen. Damals waren wir gerade 3 oder 4 Wochen alt. Unsere Pflegemama päppelte uns gut, wir bekamen Kitten-Spezialmilch und so haben wir uns gut erholt, auch ohne Katzenmama. Im August kamen wir dann mit dem TSE-Transport nach Deutschland, wo wir jetzt auch wieder auf einer Pflegestelle wohnen. Es gibt hier viele andere Katzenkinder, so dass wir immer genug Kumpels zum Toben und Spielen haben. Nur mit den Schlafplätzen bei unseren Menschen im Bett ist es immer etwas eng, weil wir so viele sind und deshalb hätten wir auch gern unser eigenes Zuhause mit eigenen Menschen, wo es mehr Platz im Bett für uns gibt, denn wir sind auch super schmusig.  Also wenn ihr noch jemanden sucht, der mit euch und einer schon vorhandenen Fellnase das Leben teilt, dann denkt einfach mal an mich. Ich warte hier auf meiner Pflegestelle auf Wohnungsangebote mit Familienanschluß.

Eure Maullina




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