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Elsa

  

  

lsa

  

  

Wichtige Daten:
Name: Elsa
Herkunft: Deutschland
Geschlecht weiblich, kastriert
geboren ca. 1998
entwurmt
ungeimpft

  

  

  

Hallo, ich bin Elsa, eine ganz gewöhnliche Tigerkatze und ich wohne seit   Ende Oktober in meiner Pflegefamilie. Ich bin schon 11 Jahre alt und meine vorhergehende Besitzerin wollte mich einfach in den Katzenhimmel schicken, sie hat die Tierärztin gefragt, ob sie mich nicht einschläfern würde oder ihr Gift mitgibt, damit sie mich vergiften kann, weil ich so aggressiv bin. Ich kann euch sagen, dass war alles nur ein Missverständnis, denn eigentlich bin ich eine ganz liebe Schmusemaus, aber ich war sehr krank, mir ging es nicht gut und meine Besitzerin hat das nicht bemerkt, irgendwie mußte ich doch zeigen, dass etwas nicht stimmt, deshalb habe ich manchmal geknurrt und bin ihr an die Beine gesprungen, aber sie hat mich und meine Katzensprache einfach nicht verstanden und ich konnte ja nicht ahnen, dass ich darauf hin gleich sterben sollte. Aber ich hatte Glück, weil die Tierärztin mich nicht töten wollte und statt dessen bei meiner jetzigen Pflegemama anrief, um sie zu fragen, ob sie nicht ein Plätzchen für mich hat. Ich weiß, das war ganz schön viel verlangt, denn ich war mein ganzes Leben lang Einzelkatze und plötzlich waren da all die Fellnasen, die so neugierig hinter mir her waren, sie wollten sicherlich nichts Böses von mir, aber mir machte das eben Angst. Das tat meiner Pflegemama so leid, dass sie mich wieder aus der Gruppe nahm und nun wohne ich im Büro von meinem Pflegepapa.

Meine Pflegemama hat dann auch gleich am ersten Wochenende herausgefunden, warum ich aggressiv war, denn sie hat gleich gesehen, dass es mir nicht so gut geht, mein Fell war strubbelig und fettig, ich trank den ganzen Tag, mochte nicht fressen und pullerte Riesenseen im Katzenklo. Also war sie gleich am Montag wieder mit mir bei der Tierärztin zur Blutentnahme und das Ergebnis war so, wie es meine Pflegemama vermutet hat. Ich bin Diabetiker und als ich ankam, waren auch meine Nieren schon angegriffen. Gott sei Dank sind meine Nierenbefunde wieder ganz in Ordnung, sie waren bei meiner Ankunft so schlecht, dass wir nicht glaubten, dass sie sich wieder normalisieren. Gegen meinen zu hohen Blutzucker bekomme ich   einmal täglich Insulin gespritzt und nun geht es mir richtig gut. Ich bin auch gar nicht mehr aggressiv, mein Fell ist wieder schön und glänzend, ich trinke nicht mehr so viel und pullere auch keine Riesenseen mehr. Es ist nur etwas traurig, dass ich mich nicht in der ganzen Wohnung bewegen kann, weil dort die anderen alle sind, aber sonst ist wieder alles in Ordnung und mir geht es gut.

Es wäre natürlich toll, wenn ich, obwohl ich so alt und auch noch Diabetikerin bin, wieder ein eigenes Zuhause finden würde, wo ich Einzelkatze für den Rest meines noch verbliebenen Lebens sein könnte. Aber ich weiß natürlich, dass die Chancen für mich nicht sehr groß sind. Wer nimmt schon eine alte Katze, die nicht einmal etwas Besonderes und dann auch zu allem Ãœbel noch Diabetikerin ist.

Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und deshalb habe ich mir gesagt, ich schreibe euch mal diesen Brief, vielleicht gibt es ja da draußen doch jemanden, der auch nicht mehr so taufrisch ist und zu mir passt, der vor allem keine Angst vor meiner Diabetes hat, denn ich kann euch sagen, es ist gar nicht so schlimm Diabetes zu haben, wenn die Behandlung erfolgt. Eine kleine Spritze am Tag das ist alles und alle 4-6 Wochen mal zum Blutabnahme, das war's schon. Vielleicht findet sich ja auch ein menschlicher Leidensgenosse, der sich mit Diabetes bestens auskennt.

Also ihr kennt ja nun meine Geschichte und ihr wisst, wo ihr mich findet. Ich würde mich sehr freuen, wenn es für mich für die letzten Jahre meines Lebens auch noch ein schönes ruhiges Zuhause als Einzelkatze gibt.

Eure Elsa

  

  


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