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Blizzard

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Unser süßer kleiner Chaot Blizzi,

als du im August bei uns eingezogen bist, warst du ein dünner, kleiner, spinnenbeiniger Kerl, aber du hattest Energie ohne Ende, ebenso wie dein Bruder Torbi. Zusammen ward ihr das dynamische Duo, deine Energie war enorm, aber das lag wahrscheinlich daran, daß ihr die Zeit in der Perrera zusammen nur in einer Box gesessen habt und da war nicht viel Gelegenheit sich auszutoben, deshalb kam es sicherlich nach dem Einzug hier zu dem großen Nachholeeffekt. Genau wie dein Bruder hattest du 24 h am Tag Hunger. Man mußte nur mit Tellern klappern und schon standest du bei Fuß - egal ob bei Ausräumen des Geschirrspülers oder beim Tischdecken. Dein Lieblingssport war das Klauen von Essen, du warst ungeheuer geschickt und superschnell, aber auch wenn es nicht ums Futter ging, du warst immer in Action. Wir nannten dich deshalb immer scherzhaft Mister-5000-Volt.

Seit der Ankunft im August warst du wie auch die anderen immer mal erkältet, nichts Bedrohliches und es war dann alles wieder gut bis vor ca. 4 Wochen, da wurdest du zunehmend ruhiger, was uns aber anfangs auch keine Sorgen machte, denn wir dachten einfach nur, du hast dich jetzt ausgetobt und alles nachgeholt, was du versäumt hast. Aber kurz danach viel mir dann auf, daß du zwar immer der Erste am Fressnapf warst, aber trotzdem immer dünner wurdest. Innerhalb von kurzer Zeit, magertest du zunehmend ab. Deine Beckenknochen waren zu sehen und du hattest nur noch Haut und Fell auf deinen dünnen Rippchen. Irgendwie kam mir das alles bekannt vor und trotzdem die Anzeichen noch ziemlich unspezifisch waren, hatte ich ein ungutes Bauchgefühl. Du warst unwahrscheinlich anhänglich - fast wie ein kleiner Hund und vorher warst du eigentlich eher schüchtern. Jetzt mutiertest du zum Kuschelmonster, auch das passte genau ins Schema. Beim genauen Beobachten viel mir dann auf, daß du zwar die erste Fellnase warst, die am Fressnapf stand und schlapperte, aber du hast dann immer nur ein wenig gefressen und bist wieder gegangen. Sofort als ich das bemerkte, hab ich versucht dich mit leckeren Sachen zu ködern, aber ohne Erfolg. Der Versuch dich zu füttern oder zu infundieren, scheiterte kläglich, denn du wehrtest dich heftig, was mir noch klarer machte, daß ich mit meinem Verdacht richtig lag. Also besuchten wir meine Tierärztin, ich wollte einfach eine zweite Meinung hören und sie bestätigte meine Diagnose, dabei hatte ich mir wirklich so sehr gewünscht, ich hätte mich geirrt. Meine TÄ sagte mir auch, daß du Weihnachten sicherlich nicht mehr erleben wirst, was sich ja bewahrheitete.

Ich nahm dich jedenfalls wieder mit nach Hause und wir ließen dich mit sämtlichen therapeutischen Maßnahmen in Ruhe. Wir verwöhnten dich so gut es ging mit allem, was du mochtest, vor allem mit Schmuseeinheiten. Du kamst jede Nacht mit mir ins Bett und als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam, hast du schon auf mich gewartet. Obwohl du schon ganz wacklig und schlapp warst, hingst du an meinen Fersen, egal wo ich hinging. Als wir dich an dem Abend auf die Couch gehoben haben, du warst schon zu schwach, um selbst rauf zu springen, da war uns klar, daß das Ende ganz schnell näher kommt. Schon kurz nachdem wir dich zwischen uns legten, merkten wir, daß deine Reise ins Regenbogenland los ging. Es dauerte nicht lang, da warst du schon nicht mehr ganz bei dir. Du schnurrtest noch und hast unsere Streicheleinheiten wahrgenommen, aber du warst schon weit weg. Wir haben dich liebevoll umsorgt und gestreichelt bis heute morgen um halb drei, dann gingen wir ins Bett und nahmen dich mit, aber das warst du schon halb im Regenbogenland. Wir legten dich zwischen uns aufs Kopfkissen und du konntest unsere Nähe spüren. Leider bin ich dann doch kurz eingeschlafen und als ich eine Stunde später wieder wach wurde, warst du schon im Regenbogenland. Aber du hattest einen ganz friedlichen Ausdruck auf deinem Gesicht und lagst noch so, wie du gelegen hast, bevor ich eingeschlafen bin. Ich bin ganz sicher, daß du ganz friedlich hinübergeschlummert bist mit der Gewissheit, daß wir ganz in deiner Nähe sind.

Wir hatten uns für dich eine ganz andere Zukunft vorgestellt und nun müssen wir zufrieden sein, daß wir dich einige Monate deines viel zu kurzen Lebens begleiten durften und vor allem, daß du nicht in der Perrera-Box gestorben bist. Wenigstens für einige Monate hattest du ein tolles Leben und wußtest, daß du geliebt wirst und wir bis zum letzten Atemzug bei dir sind.

Mach es gut mein kleiner Chaot, grüße alle unsere Regenbogenkatzen von uns.

Wir werden dich sehr vermissen.

In Liebe

deine Pflegemama, dein Pflegepapa und alle Fellnasen

19. November 2010





Wichtige Daten:
Name: Blizzard
Herkunft: Spanien
Fell: graugetigert mit weiß, kurzhaarig
Geschlecht: männlich
geboren: Mai 2010
gechippt, entwurmt
ungeimpft

 

Hallo ich bin Blizzard - wie der gleichnamige Schneesturm. Zusammen mit meinem Bruder Torbellino sind wir das dynamische Duo. Meine Pflegemama nennt mich aber immer Blizzi. Ich wurde zusammen mit meinem Bruder Torbellino in der Perrera abgegeben, aber wir hatten Riesenglück und durften zusammen auf dem TSE-Transport nach Deutschland reisen. Nun leben wir hier in einer Pflegestelle mit ganz vielen anderen Katzenkindern. Für uns ist es hier wie im Himmel, wir können den ganzen Tag toben und spielen. Es gibt genug zu fressen und außerdem auch noch Kuscheleinheiten, was wir aus der Perrera gar nicht kannten, denn dort saßen wir den ganzen Tag zusammen in einer Box, das war ganz schön traurig. Hier angekommen mußten wir erst einmal unsere überschüssige Energie loswerden und uns austoben. Unterdessen haben wir uns auch an die Menschen gewöhnt, mit denen wir hier leben. Anfangs haben wir ganz schöne Angst gehabt, aber jetzt mutieren wir langsam zu Kuschel- und Knutschmonstern. Am liebsten sitzen wir bei unseren Dosis auf dem Arm, aber wir kuscheln natürlich auch ganz viel zu zweit. Ich, der Blizzi bin ein kleiner, zierlicher Tigerkater mit etwas weiß. Ich bin sehr dünn und habe auch nur dünne Beinchen, aber ich bin ein ganz großer Flitzer, ich tobe und renne für mein Leben gern - ebenso wie mein Bruder Torbellino. Vielleicht sind wir auch deshalb zu diesen Namen gekommen.

Am allerliebsten würde ich natürlich zusammen mit meinem Bruder Torbellino in ein neues Zuhause umziehen, aber ich weiß nicht, ob dieser Wunsch realistisch ist. Vielleicht findet sich ja aber doch jemand, der für uns beide noch ein Plätzchen im Bett oder auf der Couch hat. Wir schlafen nämlich gern bei unseren Menschen mit im Bett, auch wenn es hier im Bett zur Zeit etwas eng ist, weil so viele Katzenkinder da sind, die das auch gern tun. Aber vielleicht bekommen wir ja bald unsere eigenen Dosis und einen eigenen Platz im kuschligen Bett.

Also wenn ihr mich mal in Natura sehen wollt, dann macht doch mal einen Besuchstermin mit meiner Pflegemama aus.

Euer Blizzard (oder Blizzi)






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